Ransomware-resistente Backup-Strategie

Moderne Ransomware greift gezielt Backups an Ransomware-Angriffe haben sich weiterentwickelt: Heute zielen Angreifer nicht mehr nur auf produktive Systeme, sondern gezielt auf Backups. Denn ohne funktionierende Datensicherung steigt der Druck auf Unternehmen erheblich, Lösegeld zu zahlen. Umso wichtiger ist eine widerstandsfähige Backup-Strategie. Ein bewährter Ansatz ist das vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfohlene 3-2-1-1-Prinzip: 3 Kopien der Daten auf 2 unterschiedlichen Medien 1 Kopie extern (off-site) 1 Kopie offline oder unveränderbar (immutable) 👉 Die gute Nachricht:Die Umstellung muss nicht „auf einen Schlag“ erfolgen. Ein schrittweises Vorgehen ist in der Praxis oft sinnvoller – es reduziert Risiken und ermöglicht kontinuierliche Optimierung. Fünf-Stufenplan zur Modernisierung Ihrer Backup-Strategie 1. 🔍 Analyse der aktuellen Situation Bevor Maßnahmen umgesetzt werden, ist eine fundierte...

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Beschwerdeunabhängige Kontrollen durch Datenschutzbehörden

Wissenswertes zu beschwerdeunabhängigen Kontrollen durch deutsche Datenschutzbehörden Die Datenschutzbehörden der deutschen Bundesländer führen nach Beschwerden anlassbezogene Prüfungen in den Unternehmen durch. Proaktiv werden aber auch sogenannte beschwerdeunabhängige Kontrollen durchgeführt. Diese Prüfungen dienen dazu, den Nachweis der Einhaltung der Datenschutzvorgaben in den Unternehmen zu überprüfen. Betroffen von einer beschwerdeunabhängigen Kontrolle können Unternehmen und Vereine jeder Größe sein. Bei den Kontrollen stehen nicht nur bestimmte Branchen mit hohem Datenverarbeitungsaufkommen, wie Gesundheitswesen oder Online-Dienstleister, im Fokus. Die Behörden nutzen verschiedene Methoden wie Fragebögen, Vor-Ort-Prüfungen oder technische Analysen, um mögliche Datenschutzverstöße aufzudecken. Ziel der Datenschutzbehörden ist es, präventiv zu wirken, Schwachstellen zu identifizieren und die Sensibilisierung für Datenschutzthemen zu erhöhen. Werden Mängel festgestellt dann wird die Datenschutzbehörde den Verantwortlichen auch beratend zur Seite stehen....

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Dienstliche E-Mails an private Adressen weiterleiten?

Möglicherweise haben Sie, wie viele anderen auch, schon mal eine dienstliche E-Mail an Ihre private E-Mail-Adresse weitergeleitet. Der Grund für diese Weiterleitung ist nicht weiter wichtig. Vielmehr ist es wichtig zu wissen das dieses als schweren Vertrauensbruch gewertet wird und eine fristlose Kündigung nach § 626 BGB rechtfertigt. So entschied das OLG München (Az. 7 U 351/23 e) kürzlich: Ein Vorstandsmitglied, das über längere Zeit vertrauliche E-Mails an seine private E-Mail-Adresse schickte, verstieß trotz der offenen Weiterleitung im CC gegen die DS-GVO und handelte damit rechtswidrig. Verstoß gegen die DS-GVO und Vertrauensbruch Obwohl das Vorstandsmitglied seine private E-Mail-Adresse sichtbar in den CC gesetzt hatte, und somit den Eindruck erwecken könnte, dass er im guten Glauben handelte, bewertete das Gericht dieses...

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EU-US Angemessenheitsbeschluss

Mit dem Inkrafttreten des EU-US Angemessenheitsbeschlusses und eine Selbstzertifizierung können auf der Grundlage des neuen EU-US-Datenschutzrahmens personenbezogenen Daten durch Verantwortliche wieder einfach in die USA übertragen werden. Hierzu sollten Verantwortliche die Auftragsverarbeitungsverträge und der Überprüfungsprozess angepasst werden. Da der Angemessenheitsbeschluss an sich keine Rechtsgrundlage für die Datenübertragung in die US darstellt, muss zunächst sichergestellt werden dass das Unternehmen an das Daten übertragen werden sollen, diese Selbstzertifizierung vorweisen kann. Dazu gibt es die Website: dataprivacyframework.gov der US-Export-Behörde International Trade Administration. Überprüfung der Auftragsverarbeiter bzw. Unternehmer mit Sitz in der US Zur Überprüfung, ob das Unternehmen die notwendige selbst-zertifizierung vorgenommen hat und für welche Daten (HR oder nicht HR) diese Zertifizierung gültig ist, wird der folgende Link bereitgestellt. https://www.dataprivacyframework.gov/list Hierbei sollten Sie...

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QR-Code-Phishing und Schutzmaßnahmen

Wie Sie sich vor unsicheren QR-Codes effektiv schützen können Scannen Sie keine QR-Codes, wenn Sie sich nicht absolut sicher über das Ziel sind. Überprüfen Sie, wenn möglich, vor dem Klicken die URL der Linkadresse. Achten Sie auf Anzeichen von physischer Manipulation der Aufkleber. Niemals Apps oder Anhänge über QR-Codes herunterladen. Machen Sie keine elektronischen Zahlungen über QR-Codes. Teilen Sie keine Informationen auf Seiten oder in Formularen, die Sie mit einem QR-Code aufgerufen haben. Aktivieren Sie, wenn möglich, die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA).

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Selbstauskunft von Mietinteressenten

Ein heikles Thema, bei dem in der Praxis wohl noch Optimierungsbedarf besteht. Mieten und Wohnen (Wohnungswirtschaft) Der Wunsch eines Vermieters, eine Immobilie an möglichst vertrauenswürdige und solvente Personen zu vermieten, ist verständlich. Gleichzeitig möchte ein Vermieter auch wenig Mieterwechsel und Leerstand haben. Was liegt also näher, als den „Bewerbungsprozess“ für eine Wohnung an einem Makler abzugeben. Erfahrene Makler können den Bewerbungsprozess so gestalten, dass Informationen, welche von den Mietinteressenten abgefragt werden, mit denen sich Solvenz, Vertrauenswürdigkeit und dauerhaftes Mietinteresse abschätzen lässt. Allerdings müssen Makler die Rechte der Mietinteressenten bei Selbstauskünften beachten. Hierzu muss der Makler sich auf jeden Fall mit der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO und das Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) auseinandersetzen. Jedem wird klar sein, dass ein Makler und der Vermieter ein berechtigtes...

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Schadensersatz bei einem möglichen Missbrauch von persönlicher Daten

DS-GVO Nachrichten

Bereits die Befürchtung eines Datenmissbrauchs kann einen immateriellen Schaden darstellen und zu Schadenersatzforderungen führen. (EuGH C-340/21 – 14.12.2023)   Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat festgestellt das bereits bei einem möglichen Missbrauch von persönlichen Daten einen Schadenersatz durch den/die betroffene eingefordert werden kann. Für Verantwortliche (Unternehmen) bedeutet dieses: Um einen Schadenersatzanspruch abzuwehren, muss das Unternehmen welches Opfer eines Cyberangriffs wurde nachweisen können, dass die getroffenen Schutzmaßnahmen geeignet waren, um einen solchen Angriff zu verhindern. Der Verantwortliche muss nachweisen können das er "in keinerlei Hinsicht für den Schaden verantwortlich" ist. Für Betroffenen bedeutet dieses: Betroffenen können nicht einfach behaupten, dass sie einen immateriellen Schaden erlitten haben. Sie müssen nachweisen das sie bereits durch eine mögliche zukünftige missbrauchs ihrer personenbezogenen Daten geschädigt wurden....

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Das Pflegeunterstützungs- und -entlastungsgesetz – PUEG

DSGVO News

Warum braucht der Arbeitgeber eigentlich die Geburtsurkunden der Kinder? Viele Arbeitgeber verlangen wegen das PUEG von Ihren Mitarbeitern die Abgabe der Geburtsurkunden deren Kinder. Oftmals auch wenn diese bereits vorliegen, sowie die von den bereits volljährigen Kindern. Begründet wird dieses mit einer durch die Behörden aufgelegter Beweisführung bei Prüfungen. Vor allem durch zusätzlichen bürokratischen Aufwand sorgt die Pflegereform für große finanzielle und bürokratische Belastungen bei Arbeitgebern. Dabei ist es fraglich, ob dieser Aufwand überhaupt vom Gesetzgeber gefordert wird, unbedingt notwendig ist und ob es nach den Datenschutzgesetzen zulässig ist.   Was dürfen Arbeitgeber für die Behörden speichern? Arbeitgeber dürfen laut Bundesdatenschutzgesetz (BDSG) nur Mitarbeiterdaten speichern und verarbeiten, die zur Durchführung des Beschäftigungsverhältnisses erforderlich sind. Dazu gehören vor allem die Stammdaten...

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Auditierung von Managementsystemen

Datenschutzberatung und -assistenz

ISO 19011 - Leitlinie für die Durchführung von Audits Die ISO 19011 ist eine internationale Norm, die die Auditierung von Managementsystemen definiert. Sie bietet Leitlinien für die Durchführung von internen und externen Audits von verschiedenen Managementsystemen, einschließlich Datenschutzmanagement, Qualitätsmanagement, Umweltmanagement, Arbeitssicherheit und Informationssicherheit. Die Norm ISO 19011 betont die Unabhängigkeit, Objektivität und Kompetenz der Auditoren sowie die Vertraulichkeit der Auditinformationen. Sie legt auch Wert auf die kontinuierliche Verbesserung des Auditprozesses und die Anwendung eines risikobasierten Ansatzes.   Die Norm ISO 19011 enthält umfassende Anleitungen und Best Practices für den Auditierungsprozess. Hier sind einige wichtige Punkte, die in der Norm behandelt werden: Ziel und Umfang des Audits: Festlegung des Zwecks und des Anwendungsbereichs des Audits, einschließlich der zu auditierenden Managementsysteme und...

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Was ist ein Managementsystem?

Datenschutzberatung und -assistenz

Ein Managementsystem ist ein strukturiertes Rahmenwerk, das von Organisationen verwendet wird, um ihre Ziele zu definieren, zu planen, umzusetzen, zu überwachen und zu verbessern. Es stellt sicher, dass die Aktivitäten und Prozesse einer Organisation effektiv und effizient gesteuert werden. Ein Managementsystem umfasst in der Regel eine Reihe von Elementen, die zusammenarbeiten, um eine umfassende Kontrolle und Steuerung der Organisation zu ermöglichen. Zu den typischen Elementen eines Managementsystems gehören: Politik und Ziele: Festlegung von Unternehmenszielen und Richtlinien, die die Grundlage für das Handeln der Organisation bilden. Planung: Entwicklung von Strategien, Plänen und Verfahren, um die Ziele der Organisation zu erreichen. Umsetzung: Implementierung der geplanten Maßnahmen und Prozesse in der Organisation. Überwachung: Kontinuierliche Überwachung der Leistung der Organisation, um sicherzustellen, dass die...

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